Peter Drucker und sein Vermächtnis für die Serviceökonomie


Peter DruckerAm 19. November wäre der vor vier Jahren verstorbene Managementdenker Peter Drucker 100 Jahre alt geworden. In der heutigen FAZ würdigt Winfried W. Weber, Professor für Management an der Hochschule Mannheim und Herausgeber des neuen Buches „Peter Drucker – der Mann, der das Management geprägt hat“, ausführlich das Leben und Wirken des Meisterdenkers.

Drucker hat schon frühzeitig auf die Relevanz des Wissensarbeiters und der Wissensgesellschaft hingewiesen. Ihm war klar, dass die Produktivitätsrevolution in der Industrie an Grenzen stößt. Die wirtschaftlichen Prioritäten der Industrieländer müssten deshalb darin bestehen, die Produktivität in den Wissens- und Dienstleistungsberufen zu erhöhen. „Wird diese Herausforderung nicht bewältigt, so wird sich die entwickelte Welt wachsenden sozialen Spannungen, zunehmender Polarisierung und Radikalisierung sowie möglicherweise sogar einem Klassenkampf gegenübersehen“, schreibt Drucker.

Es müsse daher Konzepte für „klügeres Arbeiten“ geben. In der Güterproduktion sei das nur einer von vielen Schlüsseln zu höherer Produktivität. Für die Wissens- und Servicearbeit allerdings der einzige!!!! Als positives Beispiel nennt Drucker Wartungsunternehmen. Systematisch wenden diese Unternehmen Methoden an, um die Produktivität ihrer Beschäftigten zu steigern.

„Sie legen die Tätigkeit fest, konzentrieren alle Arbeitsschritte darauf, bestimmen Leistungsmaßstäbe, machen Mitarbeiter zu Partnern und zur ersten Quelle von Ideen zur Produktivitätssteigerung und sorgen für ständiges Lernen“, so Drucker. Es sei also kein Zufall, dass diese Verbesserungen von externen Vertragsnehmern erreicht werden. Bei produkationsnahen Servicearbeiten benötige man Fremdfirmen, die ausschließlich diese Leistungen erbringen und die Aufgabe verstehen.

Man könnte auch von einer Neuorganisation der Wertschöpfung sprechen, die sich immer stärker abzeichnet. Unternehmen nutzen spezialisierte Dienstleister, um die knappen Ressourcen des Managements auf die eigenen Kernkompetenzen zu konzentrieren, auf Produktinnovationen, Vertrieb, Forschung und dem Aufbau von Wissensvorsprüngen gegenüber der Konkurrenz.

Insgesamt haben wir noch einiges zu leisten, um in allen Branchen eine hocheffiziente Dienstleistungswirtschaft nach den Prinzipien von Peter Drucker zu werden!

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2 Responses to “Peter Drucker und sein Vermächtnis für die Serviceökonomie”


  1. 1 Ralf 17. November 2009 um 07:16

    Konzepte für „klügeres Arbeiten“ – eine treffend gewählte Bezeichnung mit einer überzeugenden Herleitung. Ein interessanter Artikel, der zugleich eine gute Würdigung darstellt.


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