Serviceökonomie macht die Volkswirtschaft robuster!


Vor einigen Tagen habe ich ein Statement zu einer DIHK-Studie abgegeben und vor einem Rückfall in die alte industriepolitische Wirtschaftspolitik gewarnt. Siehe auch: Service-Ökonomie ist krisenresistent – Warum wir uns von der Industrie-Nostalgie verabschieden sollten.

Wir sollten alles daran setzen, eine Gesellschaft mit Service-Exzellenz zu werden. In unserem Unternehmen für Wartungs- und Reparaturservice kann man sehr gut erkennen, wie vielschichtig Dienstleistungsberufe seien, welche Möglichkeiten für produktbegleitende Services es gibt und wie viel das Ganze mit Technologie zu tun hat.

Jetzt bekommt meine Position noch mehr Gewicht. Das kann man einer sehr klugen Analyse der Wochenzeitung „Die Zeit“ entnehmen.

Als Grund für die Robustheit des Arbeitsmarktes wird u.a. die strukturellen Veränderungen der Wirtschaft genannt: „Seit Jahrzehnten verlieren die Arbeitsplätze in der Industrie an Bedeutung. Auch in Deutschland. Der vergangene Boom der Exportindustrie hat diesen Trend nicht gebrochen. Zwischen 1991 und 2008 ist der Anteil der Jobs im produzierenden Gewerbe gefallen – von fast 30 auf 20 Prozent der Gesamtbeschäftigung. Und während die Industrie 2009 rund 340.000 Arbeitsplätze abbaute, stellten die Unternehmen in vielen Dienstleistungsbranchen selbst in den finstersten Abschwungmonaten noch munter ein. Öffentliche und private Dienstleister schufen 259.000 Jobs. So wurde ein Teil des Stellenabbaus kompensiert.“ Und was noch wichtiger ist. In Dienstleistungsberufen kann man nur begrenzt über eine Automatisierung zu einer höheren Produktivität kommen. Im Kindergarten, in Pflegediensten, bei Beratungstätigkeiten, Wartung oder Reparatur kommt es auf die menschliche Arbeitskraft an.

Schlussfolgerung der Wirtschaftsexperten: Es ist weniger Wachstum nötig, um Jobs zu schaffen. In den sechziger und siebziger Jahren entstanden erst ab drei, vier Prozent Wirtschaftswachstum neue Stellen. „Heute kann die Erwerbstätigkeit schon bei 1,2 Prozent steigen“, schätzt Christian Dreger vom DIW. Das macht uns weniger anfällig für Krisen!

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