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Zur EU-Richtlinie für Elektroschrott: Mehr Einfallsreichtum beim Recycling von Altgeräten

Die Mitglieder des Europäischen Parlaments haben den Vorschlag zur Novellierung der EU-Richtlinie über Elektro- und Elektronikaltgeräte mit großer Mehrheit angenommen. Das berichtet der Onlinedienst Euwid und viele andere Medien. Sie bestätigen damit den Kompromiss, der Ende vergangenen Jahres von Vertretern des Parlaments, der Mitgliedstaaten und der Kommission ausgehandelt wurde.

Euwid schreibt: „Sobald auch der Rat der aktualisierten Richtlinie formal zugestimmt hat, ist sie endgültig verabschiedet und tritt nach ihrer Veröffentlichung im EU-Amtsblatt in Kraft. Zu den Änderungen gegenüber der bestehenden Regelung gehören unter anderem höhere Zielsetzungen für die Sammlung und das Recycling der Altgeräte, eine Rücknahmeverpflichtung für Kleingeräte für den Einzelhandel und eine Beweislastumkehr bei Ausfuhren in Drittländer.“

Diese Entscheidung ist überfällig. Alleine in Handys stecken Gold, Platin, Kupfer, Aluminium und seltene Metalle wie Gallium und Germanium. Fast das gesamte Periodensystem kann man in den mobilen Geräten entdecken. Vor dem Recycling sollte man allerdings Wartung und Reparatur ausbauen und Altgeräte nicht einfach wegschmeißen. Darauf verweist auch der Wissenschafterl Ernst Ulrich von Weizsäcker: Nur ein Prozent der Seltenen Erden werden über Recyclingverfahren wiedergewonnen. 99 Prozent gehen über die klassische Müllentsorgung verloren. „Dann muss Kanzlerin Merkel wieder in die Mongolei reisen und um Seltene Erden betteln. Das ist nicht Sinn der Sache“, so Weizsäcker. Man müsse die Abfälle sehr viel stärker materiell nutzen und nicht energetisch.

Dazu ein interessantes Interview mit Weizsäcker:

Die Verlängerung der Lebensdauer von Handys ist nach meiner Ansicht auch ein wesentlicher Punkt, der in der Recyclingdebatte nicht vernachlässigt werden sollte. Über eine ausgefeilte Wartung und Reparatur kann man eine Menge erreichen. Es geht um eine geordnete Aufbereitung der Geräte und deren Verkauf und wenn gar nichts mehr geht, um eine fachmännische Entsorgung für eine Wiedergewinnung der Rohstoffe. Zudem muss generell bei alten Handys darauf geachtet werden, die Restdaten zu bereinigen – das gilt für die Wiederverwendung als auch für das Recycling. Bilder, SMS, Kontakte und Programme müssen über ein Softwareupdate gelöscht werden.

Um Althandys wiederzuverwenden, ist es notwendig, die Gerätedaten zu prüfen, den Zustand einzuschätzen, das mitgelieferte Zubehör zu erfassen, die Funktionen zu testen und mögliche Schäden zu identifizieren. Im Bitronic-Service Center in Kleinmachnow werden bis zu 25.000 Mobiltelefone monatlich repariert – für Endkunden, Handel und Netzbetreiber. Gerade die Reparatur ist ein wirksames und ökologisches Instrument im Umweltschutz. Die lateinische Herkunft des Wortes reparare meint ja nicht nur wiederherstellen und ausbessern, sondern auch erneuern. Im Reparieren steckt eben auch Innovationspotenzial. Das gelingt nur mit Einfallsreichtum und Ingenieurskunst.

„Generell benötigen wir in Deutschland ein ganzes Netzwerk qualifizierter Dienstleister für die Erfassung, Reparatur und Verwertung der Altgeräte. Und das Ganze natürlich flächendeckend. Nur so wird es gelingen, die Nachhaltigkeitsbilanz bei Handys zu verbessern“, resümiert der Reparatur- und Wartungsexperte Müller.

Services für die digitale Heimvernetzung

„Wir haben jahrzehntelang gelernt, die Knöpfe unseres Fernbedienungs-Arsenals zu drücken. Jetzt bieten intelligente Smartphones und Tablets die Möglichkeit, alles aus einer Hand anzubieten“, so unser Chairman Peter B. Záboji.  Damit wackelt eine weitere, veraltete Vorstellung: Immer noch gilt das Internet als Lean-forward-Medium, während das Fernsehen ein Lean-back-Medium ist – man kann sich zurücklehnen und entspannen. „Ein Tablet, das mit dem TV-Gerät und der Hifi-Anlage vernetzt ist, überzeugt auch Couch Potatoes“, sagt Záboji.

„Zu intelligenten Produkten gehört auch intelligenter Service“

Die vernetzten Geräte sollten außerdem bedienungsfreundlich und ressourcenschonend sein, so der Branchenverband Bitkom nach. „Die deutschen Verbraucher legen besonders Wert auf Bedienungsfreundlichkeit, Stromverbrauch und allgemeine Umwelteigenschaften.“ Bedienungsfreundlichkeit, das hat sich längst gezeigt, bieten Apps. Doch so einfach ist die neue Technikwelt dann auch wieder nicht: „Das Bedürfnis vieler Kunden, sich beim Anschluss und der Einrichtung elektronischer Geräte helfen zu lassen, ist eine Chance für Fachhändler“, sagt Michael Schidlack, Bitkom-Experte für Elektronikgeräte.

„Zu intelligenten, vernetzten Produkten gehört intelligenter, vernetzter Service“, sagt Záboji: „Von der Installation über die Wartung bis zur Reparatur – alles muss einfach und komfortabel sein. Der Service wird zum Unterscheidungskriterium.“ Das bedeute auch für Serviceanbieter neue Herausforderungen: Der Markt sei viel lebendiger geworden. Handelsketten, Netzbetreiber und Hersteller hätten unterschiedliche Vorstellungen und logistische Anforderungen bezüglich des Services rund um ihre smarten Produkte. Für einen After Sales-Dienstleister ist das eine spannende Zeit!

Vom technischen eCommerce zum Erlebnisfaktor: „Ich glaube an den sozialen Filter und das soziale Design!“

Algorithmen und das mechanistische Weltbild ihrer Kritiker und Anwender

Ich sag mal

Kathrin Passig setzt sich in der Süddeutschen mit der im vergangenen Jahr um sich greifenden Kritik an einer vermeintlichen Algorithmen-Diktatur auseinander (Zur Kritik an Algorithmen: Warum wurde mir ausgerechnet das empfohlen?). Vor allen Dingen Miriam Meckel hatte sich ja mit Horrorszenarien hervorgetan. Passig schreibt:

„Zwei Probleme sind es vor allem, die die feuilletonistische Algorithmenkritik behindern. Zum einen sind viele dieser Algorithmen – und es sind gerade die, mit denen Teilzeitinternetnutzer in Berührung kommen – nicht besonders ausgefeilt. Amazon empfiehlt mir regelmäßig den Kauf meiner eigenen Bücher, Google+ schlägt seinen Nutzern vor, sich mit ihren eigenen Zweit-Accounts zu befreunden. Aus diesen schlechten Erfahrungen lässt sich aber noch nichts Allgemeingültiges über maschinell erzeugte Filter und Empfehlungen ableiten. Und zum anderen beruht das Misstrauen der Algorithmenkritiker selten auf konkreten Erfahrungen oder technischem Verständnis.“

Miriam Meckels Argument, Empfehlungs- und Filteralgorithmen verlängerten nur auf langweilige Weise die Vergangenheit eines Menschen in dessen Zukunft, beruhe…

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Auf dem Weg zum semantischen Kundenservice – Hält der Mittelstand damit Schritt?

Prof. Dr. Heike Simmet

Heike Simmet und Jessica Schmidt

Viele Serviceabteilungen sind im Moment dabei Social Media als neuen Kommunikations-Kanal einzuführen. Schrittweise werden die Kanäle jetzt in das Leistungsspektrum vor allem der Inhouse-Call Center integriert. Die klassischen Dienstleister tun sich da deutlich schwerer, obwohl auch hier deutliche Fortschritte erkennbar sind. Ein großer Anteil der Anfragen landet aber gar nicht mehr im Call Center. Automatisierte Dienste und Online-Communities lösen  viele Kundenanfragen bereits im Vorfeld. Der Serviceexperte Bernhard Steimel geht nach Angaben des koreanischen Konzerns LG davon aus, dass 70 Prozent der Serviceanfragen von externen Bloggern oder Community-Mitgliedern beantwortet wird. Nur rund 30 Prozent verbleiben für die Mitarbeiter im Kundenservice.

Die Menge an verfügbaren Daten im Web steigt mittlerweile exponentiell an. Services, Dienste, Blogs, E-Mails, Suchmaschinen, Facebook, Twitter, Youtube & Co. bieten ihre Dienste in Form von Content an. Hinzu kommt eine steigende Anzahl an Geräteplattformen wie I-Phones, Smartphone’s, Tablets oder auch Netbooks.  In diesem Zusammenhang…

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Once the dust of Social TV hype settles, content recommendation will be changed forever (2/2)

Rapid Innovation in digital time

In this second part of the conversation (part I), Ben Schwarz, CEO, CTOi Consulting, and Nicolas Bry, Senior VP, Orange Vallee, continue their detailed analysis of how to harness Content Discovery and Social TV, and introduce the concept of Blended TV.

Ben and I try then to draw some perspectives related the the mix of Social TV and Content Recommendation.

Why is there so much buzz about the rise of Social TV?

Social TV challenges the paradigm of  TV ratings:

  • Nielsen has analysed the relationsghip between social media buzz and TV ratings. It has shown „significant relationship throughout a TV show’s season among all age groups, with the strongest correlation among younger demos (people aged 12-17 and 18-34), and a slightly stronger overall correlation for women compared to men“.
  • Social media is a great measure of audience engagement, viewers engaging to become content ambassadors on online…

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Interview mit Social Commerce-Experten Paul Marsden, Part IV.: Start with a smile, enable smart shoppers!


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