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„Images must be shared“: Von Kaiser Augustus bis Andy Warhol

In einem außerordentlich interessanten Interview mit Alexander Kluge, geht der Verleger Hubert Burda auf das von ihm herausgegebene Buch „In Media Res – Zehn Kapitel zum Iconic Turn“ (erschienen im Wilhelm Fink-Verlag) ein. Er skizziert, was wir von der Renaissance und Andy Warhol über Medienwandel lernen können. Die Spannbreite der Themen geht allerdings noch viel weiter: Von den Augustus-Münzen, die vor über 2000 Jahren die Porträts der römischen in Umlauf brachten, bis zum sozialen Magazin „Flipboard“ für TabletPCs, das die Nachrichten, Fotos und Lesetipps von Facebook-Freunden und Twitter wie eine Zeitschrift präsentiert.

„Hier ist eine Nahtstelle zur Moderne, die Andy Warhol mit seinem Satz bezeichnet: ‚Images must be shared‘. Nach dem Motto: ‚Expose yourself‘. Nimm dein Bild, mach’ es groß, publiziere es und schick es auf Wanderschaft. Augustus war der erste Kaiser, der etwas von der Macht der ‚wandernden Bilder‘, also des Kaiserbilds auf der Münze, gewusst hat“, so Burda.

Das Interview wurde auch in schriftlicher Form veröffentlicht. Auf Youtube konnte ich das Gespräch noch nicht entdecken.

In welche Richtung die Visualisierung im Marketing gehen kann, ob man es gut findet oder nicht, ist in Südkorea zu beobachten. Das Land ist nicht nur ein wichtiger Herstellermarkt der Elektronikbranche, es ist auch ein interessantes Innovationslabor für technologische Trends, die wir in der einen oder anderen Ausprägung in Deutschland erleben werden. Man braucht nur das Metronetz von Seoul benutzen: Es ist die Stadt der Screens. Elektronische Fahrscheine werden an Touchscreen-Terminals aufgeladen, in den U-Bahnhöfen laufen Werbeclips auf Plasma-Monitoren und animierte Waggons zeigen auf LED-Tafeln die Position der U-Bahn inklusive Wartezeit an. Hier spielt sich die radikale Variante dessen ab, was Hubert Burda als „Iconic Turn“ bezeichnet – also die Wende vom Wort zum Bild, die in Deutschland noch in den Kinderschuhen steckt und sicherlich mit ganz anderen Konzepten umgesetzt wird.

Über visuelles Marketing ist auch der Beitrag in der Absatzwirtschaft interessant.

Die Kunst der Visualisierung im Marketing

Kiosk Europe und Digital Signage Expo in Essen haben sich als Fachmessen einen wichtigen Platz in der Wirtschaftswelt erobert. Und das vollkommen zu recht. Wir werden in der Werbung und im Handel in nächster Zeit einen gewaltigen Umbruch in Richtung visueller Welten erleben. Für die Logistik, Wartung und für das Content-Management entstehen völlig neue Aufgaben. Interessant waren vor allen Dingen die vorgestellten Technologien für holografische Displays, mobile Interaktivität, Augemented Reality, 3D-Darstellungen und E-Book-Reader, die man mit Gesten steuern kann. Einen kleinen Einblick bieten drei Film-Beiträge, die man auf Youtube abrufen kann – siehe unten. Das visuelle Marketing, so mein Eindruck der, wird sich in Deutschland in den kommenden Jahren rasant weiterentwickeln. Als After Sales-Spezialist bieten sich für uns sehr interessante Einsatzgebiete, die wir in Essen präsentierten.

Hier die Youtube-Filme:

Berühmt für 15 Sekunden: Wie man mit visuellen Technologien neue Einkaufserlebnisse schaffen kann

„Get your 15 seconds of Fame“ – das versprach die US-Modekette American Eagle Outfitters bei der Eröffnung ihres Geschäfts am New Yorker Times Square. Kunden, die in dem Laden einkauften, konnten sich in einem Mini-Fotostudio fotografieren lassen und wurden wenig später auf einer 1.500 Quadratmeter großen LED-Wand an der Außenfassade abgebildet.  Das Beispiel aus New York zeigt, wie Technik wirkungsvoll im Verkauf eingesetzt werden kann. In Fachkreisen werden solche technischen Entwicklungen unter dem Begriff Digital Signage  subsummiert. Darunter fällt die Nutzung von Plasma-, LCD- und LED-Bildschirmen für Werbung, Informationen und Service. Die Systeme umfassen digitale Preiskennzeichnungen im Supermarkt, Wegeleitsysteme, Produktinformationen und TV-Programme. Digital Signage-Lösungen stoßen beim Handel auf ein immer größeres Interesse, da Druckkosten für Plakate wegfallen, auf Knopfdruck Motivwechsel vorgenommen und Botschaften nach Bedarf übertragen werden können. Laufen im Supermarkt Sonderaktionen, können entsprechende Informationen jederzeit und ohne großen Aufwand in die Systeme eingespeist werden.

Bevor ein Programm produziert werden kann, muss sich allerdings das Unternehmen sicher sein, was auf den Bildschirmen laufen soll. „Für den Inhalt gibt es vier Ansätze“, so Helmut Sartorius von der Kölner  Visual Merchandising Initiative (VMI) gegenüber der Fachzeitschrift TextilWirtschaft: Preis, Atmosphäre, Produktinformationen oder allgemeine Informationen. „Die Kunden finden vor allem Informationen aus der Nachbarschaft interessant“, erklärt Sartorius. Aktuelle Nachrichten, Fußball-Ergebnisse oder die Wettervorhersage würden den Kunden die Wartezeit an den Kassen verkürzen.

Zu weit entfernen sollte sich der Inhalt auf den Bildschirmen allerdings nicht vom Laden. „Es ist wichtig, dass das Programm, das im Laden läuft auch zur Zielgruppe und zur Marke passt“, sagt Sartorius. Dann bringe das Programm auch messbaren Erfolg. So ergab eine VMI-Studie im Lebensmitteleinzelhandel, dass beim Einsatz von Monitoren ein Mehrumsatz von knapp 22 Prozent erzielt wird.

Alle relevanten Trends, Servicekonzepte und technologischen Innovationen präsentiert in der nächsten Woche die Fachmesse DIGITAL SIGNAGE EXPO 2010 in Essen, die vom 15. bis 17. Juni stattfindet. Den Messestand von Bitronic finden Sie in Halle 6E.20.

Weiterer Beitrag:

Digital Signage Expo: Iconic Turn in Werbung und Handel – Auch visuelle Welten brauchen Service

Digital Signage Expo: Iconic Turn in Werbung und Handel – Auch visuelle Welten brauchen Service

Südkorea ist nicht nur ein wichtiger Herstellermarkt der Elektronikbranche, es ist auch ein interessantes Innovationslabor für technologische Trends, die wir in der einen oder anderen Ausprägung in Deutschland erleben werden. Man braucht nur das Metronetz von Seoul benutzen: Es ist die Stadt der Screens. Elektronische Fahrscheine werden an  Touchscreen-Terminals aufgeladen, in den U-Bahnhöfen laufen Werbeclips auf Plasma-Monitoren und animierte Waggons zeigen auf LED-Tafeln die Position der U-Bahn inklusive Wartezeit an. Hier spielt sich die radikale Variante dessen ab, was der Verleger Hubert Burda als ‚Iconic Turn‘ bezeichnet – also die Wende vom Wort zum Bild, die in Deutschland noch in den Kinderschuhen steckt“, so Peter Weilmuenster, Vorstandschef des After Sales-Spezialisten Bitronic. In den USA haben Intel und Microsoft ein interessantes futuristisches System für die Werbewirtschaft vorgestellt: Eine 1,50 Meter breite und 1,70 Meter hohe holografische Fläche. Sie steht neben einem LCD-Monitor. Die Software kann mit einer Kamera die Größe, das Alter und Geschlecht des Kunden erfassen und dazu passende Werbung anzeigen. Gleichzeitig erkennt das System den Stil der Kleidung und stellt Ware zum Modegeschmack jedes Einzelnen vor. Wir werden in der Werbung und im Handel in nächster Zeit einen gewaltigen Umbruch in Richtung visueller Welten erleben.

Für die Logistik, Wartung und für das Content-Management entstehen völlig neue Aufgaben. Als Service-Spezialist hat sich mein Unternehmen Bitronic darauf vorbereitet und entsprechende Lösungen entwickelt. An unserem Messestand (6E.20 ) auf der Digital Signage Expo in Essen, die vom 15. Bis 17. Juni stattfindet, können sich die Messebesucher einen Eindruck verschaffen.

Weitere Infos:

VMI Studie – Mehr Umsatz und bessere Kundenbindung durch visuelles Merchandising.


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